Für viele Menschen ein Problem
Vor allem im Herbst und Winter haben es Menschen, die unter Schweißfüßen leiden, oft besonders schwer. Dicke, gefütterte Schuhe lassen je nach Material nur wenig Luft an die Füße. An kalten Tagen gibt es zudem nicht immer die Möglichkeit, Schuhe und Füße zwischendurch zu lüften. So können schnell unangenehme Fußgerüche entstehen.
Mögliche Ursachen
Die Ursachen für Schweißfüße und Fußgeruch sind sehr unterschiedlich. Häufig spielen das Schuhwerk, zu warme Socken oder die Fußhygiene eine Rolle. Manche synthetischen Materialien lassen nur wenig Luft und Wasserdampf durch. Dadurch kann sich Feuchtigkeit im Schuh sammeln.
Fußschweiß selbst ist zunächst weitgehend geruchlos. Der typische Fußgeruch entsteht vor allem dann, wenn Bakterien Bestandteile des Schweißes und der Haut zersetzen. Ein feuchtwarmes Klima im Schuh kann diesen Vorgang begünstigen.
Auch hormonelle Veränderungen, bestimmte Erkrankungen, Medikamente oder eine Veranlagung zu starkem Schwitzen können eine Rolle spielen. Wenn Deine Füße ungewöhnlich stark schwitzen, der Geruch trotz guter Hygiene anhält oder weitere Beschwerden auftreten, solltest Du ärztlichen Rat einholen.
Welche Schuhe bei Schweißfüßen?
Für den Sommer ist diese Frage recht einfach zu beantworten: Offene Schuhe können helfen, damit mehr Luft an die Füße gelangt und Feuchtigkeit leichter verdunstet.
Bei geschlossenen Schuhen lohnt sich ein Blick auf die Materialien. Nicht jedes synthetische Material ist automatisch schlecht geeignet. Entscheidend ist, wie luft- und wasserdampfdurchlässig der Schuh insgesamt ist.
Für die kalte Jahreszeit im Herbst und Winter wird die Auswahl etwas schwieriger. Denn den ganzen Tag in warm gefütterten Schuhen zu verbringen, kann für Menschen mit Schweißfüßen unangenehm sein.
Achte deshalb auf Schuhe mit möglichst guter Luft- und Feuchtigkeitsdurchlässigkeit. Je nach Verarbeitung können beispielsweise Leder, textile Obermaterialien oder spezielle wasserdampfdurchlässige Membranen infrage kommen. Auch bei Outdoor-Schuhen werden solche Materialien verwendet. Ob ein Modell Feuchtigkeit gut nach außen abgeben kann, hängt jedoch von der gesamten Schuhkonstruktion ab.
Zudem sollten die Schuhe nicht zu eng sitzen. Eine passende Größe und Weite sorgen dafür, dass Deine Füße genügend Platz haben.
Bei gefütterten Schuhen ist es besonders wichtig, dass sie nach dem Tragen gut auslüften und trocknen können. Lass sie am besten an einem trockenen, gut belüfteten Ort bei Raumtemperatur stehen. Direkte Heizungswärme solltest Du vermeiden, da sie manche Materialien beschädigen kann.
Wenn Du unter Fuß- oder Nagelpilz leidest, kann auch die Hygiene Deiner Schuhe eine Rolle spielen. Ob eine Desinfektion sinnvoll ist und welche Mittel geeignet sind, solltest Du medizinisch abklären. Achte außerdem darauf, dass Reinigungs- und Desinfektionsprodukte für das jeweilige Schuhmaterial geeignet sind.
Socken und Einlagen gegen Fußschweiß
Zusätzlich zu passenden Schuhen können geeignete Socken helfen, Feuchtigkeit an den Füßen zu reduzieren. Dabei kommt es nicht nur auf die Faserart, sondern auch auf die Verarbeitung an.
Baumwollsocken können Feuchtigkeit aufnehmen, trocknen aber je nach Ausführung vergleichsweise langsam. Socken aus Merinowolle oder speziellen Funktionsfasern können ebenfalls infrage kommen. Welche Variante sich für Dich angenehm anfühlt, hängt von Deinen Füßen und Deinem Alltag ab.
Auch Socken mit Kupferfasern werden angeboten. Manche Hersteller werben mit antimikrobiellen Eigenschaften. Ob solche Socken Fußgeruch tatsächlich verringern, hängt jedoch vom jeweiligen Produkt ab. Sie ersetzen weder regelmäßige Hygiene noch eine Behandlung bei Fußpilz.
Einlegesohlen können ebenfalls helfen, Feuchtigkeit im Schuh aufzunehmen. Dafür gibt es beispielsweise Modelle aus Leder, Textil oder Zedernholz. Wie viel Feuchtigkeit sie aufnehmen und wie schnell sie trocknen, hängt vom Material und der Verarbeitung ab. Wichtig ist, die Einlagen regelmäßig zu lüften und bei Bedarf auszutauschen.
Weitere Mittel und Hausmittel
Schon ein paar einfache Hygieneregeln können helfen, Fußgeruch zu reduzieren:
Wasche Deine Füße täglich mit lauwarmem Wasser und trockne sie gründlich ab – besonders zwischen den Zehen.
Bei starkem Schwitzen kannst Du Deine Füße bei Bedarf zusätzlich waschen. Vermeide dabei zu häufiges oder aggressives Reinigen, damit die Haut nicht gereizt wird.
Entferne überschüssige Hornhaut bei Bedarf vorsichtig. Bei Hautproblemen oder bestimmten Erkrankungen solltest Du Dich vorher fachlich beraten lassen.
Trage täglich frische Socken und wechsle sie bei starkem Schwitzen bei Bedarf häufiger.
Spezielle Fußpuder oder Antitranspirante können helfen, Feuchtigkeit und Schweiß zu reduzieren. Achte auf die Anwendungshinweise und die Verträglichkeit. Produkte mit Aluminiumchlorid können empfindliche Haut reizen.
Fußbäder können angenehm sein. Bei Zusätzen wie Teebaumöl oder Essig ist jedoch Vorsicht geboten, da sie Hautreizungen auslösen können.
Wasche Socken entsprechend den Pflegehinweisen. Höhere Waschtemperaturen können hygienisch sinnvoll sein, sind aber nicht für jedes Material geeignet.
Spezielle Hygienewaschmittel sind im Alltag nicht grundsätzlich erforderlich. Bei bestimmten Infektionen solltest Du die ärztlichen Hygieneempfehlungen beachten.
Trage möglichst nicht jeden Tag dieselben Schuhe, damit sie zwischendurch vollständig trocknen können.
Verzichte darauf, Katzenstreu oder Kaffeepulver direkt in Deine Schuhe zu geben. Rückstände können das Material verschmutzen oder die Haut reizen. Verwende bei Bedarf lieber geeignete Schuhdeos oder Feuchtigkeitsabsorber nach Herstellerangaben.
Wenn starkes Schwitzen oder unangenehmer Fußgeruch trotz dieser Maßnahmen bestehen bleibt, kann eine ärztliche Untersuchung helfen, mögliche Ursachen zu klären.
Haftungsausschluss
Die Informationen in diesem Beitrag dienen nur zur allgemeinen Orientierung. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Wenn Du Beschwerden oder Fragen zu Deiner Gesundheit hast, wende Dich bitte an einen Arzt oder eine Ärztin. Für Entscheidungen, die Du aufgrund dieses Beitrags triffst, übernehmen wir keine Haftung, soweit dies gesetzlich zulässig ist.





















