Wie finde ich die passenden Schuhe für meine Füße?
Zu schmal. Zu breit. Zu flach. – Wer hat schon die idealen Füße? Dabei gibt es die eine perfekte Fußform gar nicht. Unsere Füße leisten jeden Tag eine Menge. Trotzdem schenken wir ihnen oft zu wenig Aufmerksamkeit und tragen Schuhe, die zu eng, zu hoch oder zu klein sind. Das muss nicht sein. Wir zeigen Dir, welche verschiedenen Schuhweiten es gibt und worauf Du beim Vermessen Deiner Füße achten solltest.
Unsere Füße tragen uns durch den Alltag und werden dabei ganz schön beansprucht. Zu enge oder schlecht sitzende Schuhe können Druckstellen und Fußschmerzen begünstigen. Bei dauerhaft ungünstiger Belastung können sie auch bestehende Fußprobleme verstärken. Das betrifft nicht nur ältere Menschen. Auch jüngere Leute können Beschwerden oder Fußfehlstellungen haben. Klar, häufig greifen wir zu Sneakern und bequemen Halbschuhen. Aber auch hier solltest Du auf die richtige Größe, ausreichend Platz für Deine Zehen und eine passende Schuhweite achten. Gerade bei High Heels und Pumps spielt die Passform eine wichtige Rolle, da die Fußstellung und die Belastung je nach Absatzhöhe anders ausfallen können.
Die Länge des Fußes allein ist nicht entscheidend für die richtige Schuhgröße. Bei der Anprobe solltest Du auch auf die Schuh- und Fußbreite sowie den Ballenumfang achten. Und auch die Höhe des Spanns ist individuell. Es gibt schmale Füße mit hohem Spann und breite Füße mit flachem Spann. Schon kleine Unterschiede in der Passform können zu Druckstellen und lästigen Blasen führen. In zu weiten Schuhen kann der Fuß beim Gehen nach vorne rutschen. Zu kleine oder zu enge Schuhe können dagegen die Zehen einengen und Beschwerden begünstigen. Auch das Schuhmaterial kann durch eine schlechte Passform stärker beansprucht werden.
Die Vermessung Deiner Füße kannst Du übrigens selbst vornehmen. Für den Ballenumfang legst Du ein flexibles Maßband um die breiteste Stelle des Vorfußes. Führe es über die Ballen und rund um den Fuß, ohne es zu fest anzuziehen. Das Messergebnis kannst Du anschließend mit der Weitentabelle des jeweiligen Schuhherstellers vergleichen. Denn die Angaben und tatsächlichen Passformen können je nach Marke und Modell unterschiedlich ausfallen.
Zur Orientierung geben wir Dir ein paar Tipps zu den Schuhweiten E bis H:
Schuhweite E – Diese Weite ist für sehr schmale Füße gedacht. Wer schmale Füße hat, sollte darauf achten, dass der Schuh seitlich nicht zu viel Spielraum bietet. Zu breite Schuhe können Falten werfen oder beim Gehen weniger Halt geben. Schmal geschnittene Modelle wie bestimmte Loafer oder Mokassins können infrage kommen. Entscheidend ist aber immer die tatsächliche Passform.
Schuhweite F – Sie wird häufig als schmale bis normale Schuhweite eingeordnet. Je nach Hersteller eignet sie sich für Füße, die etwas weniger Platz im Ballenbereich benötigen. Ob Loafer, Ballerinas, Brogues oder klassische Halbschuhe: Auch hier kommt es auf den Schnitt des jeweiligen Modells an.
Schuhweite G – Diese Weite wird oft als normale bis etwas großzügigere Komfortweite angeboten. Sie kann für Füße geeignet sein, die im Vorfußbereich mehr Platz benötigen. Du findest Schuhweite G bei verschiedenen Schuhtypen, darunter Sneaker und Halbschuhe. Achte darauf, dass Deine Zehen genügend Bewegungsfreiheit haben und der Schuh an der Ferse gut sitzt.
Schuhweite H – Sie gehört zu den breiteren Komfortweiten und bietet im Ballenbereich meist mehr Platz als die Weiten F und G. Das kann bei breiteren Füßen angenehm sein. Ob Sneaker, Halbschuhe oder Modelle mit kleinem Absatz: Wähle am besten eine Schuhform, die zu Deiner Fußbreite und Deinem Spann passt.
Weitere Schuhweiten – Darüber hinaus gibt es unter anderem die Weiten I, J, K und M, die für besonders breite Füße angeboten werden. Welche Weiten erhältlich sind, hängt vom Hersteller und vom jeweiligen Schuhmodell ab.
Die Schuhweite ist eine hilfreiche Orientierung, ersetzt aber nicht die Anprobe. Eine einheitliche Zuordnung des Ballenumfangs zu den Weitenbuchstaben gilt nicht für alle Hersteller. Deshalb solltest Du neben der Größentabelle auch darauf achten, wie sich der Schuh beim Stehen und Gehen anfühlt.
Solltest Du Dich bei der Größe oder Weite einmal vergreifen, ist ein Umtausch oft die bessere Wahl. Bei manchen Lederschuhen kann ein Schuhreparaturbetrieb das Material an bestimmten Stellen vorsichtig dehnen. Ob das möglich ist, hängt allerdings vom Material und der Verarbeitung ab. Ein zu kurzer Schuh lässt sich dadurch nicht passend machen. Im Zweifel hilft Dir die Beratung im Schuhfachhandel, eine geeignete Größe und Weite zu finden.


























