Schuhausstellung „shoes Pleasure & Pain“ im Victoria & Albert Museum in London

Shoes pleasure & pain

Über 200 Paar historische und zeitgemäße Exponate geben Einblick in die Schuhgeschichte.
InvisibleNakedVersion Photo by Andrew Bradley © Courtesy of Victoria & Albert Museum
InvisibleNakedVersion Photo by Andrew Bradley © Courtesy of Victoria & Albert Museum
Installation of Shoes V & A Museum London © Courtesy of Victoria & Albert Museum
Installation of Shoes V & A Museum London © Courtesy of Victoria & Albert Museum
Kunstvoll bestickte Pumps aus Seide und Leder von Roger Vivier für Christian Dior, Frankreich 1958-60 © Courtesy of Victoria & Albert Museum
Kunstvoll bestickte Pumps aus Seide und Leder von Roger Vivier für Christian Dior, Frankreich 1958-60 © Courtesy of Victoria & Albert Museum
Victoria & Albert Museum
Victoria & Albert Museum
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\"Sittich\"-Modell von Caroline Groves aus Satin, Krallen und Federn, England 2014 © Photography by Dan Lowe

Shoes pleasure & pain

Schuhausstellung „shoes Pleasure & Pain“ im Victoria & Albert Museum in London

Schuhe sind wahre Meisterwerke der Kunst. Die Ausstellung „Shoes pleasure & pain“ im Victoria & Albert Museum präsentiert noch bis zum 31. Januar 2016 mehr als 200 Paar historischer und zeitgemäßer Schuhe aus der ganzen Welt. Hauptsponsor ist die britische Schuhmarke Clarks. Schuhbegeisterte sollten sich die Ausstellung nicht entgehen lassen. Für die Besucher öffnen sich Schuhschränke mit Sammlerstücken und Exponaten, die es bisher noch nicht zu sehen gab. Die Redaktion von schuhe.de hat sich die Ausstellung im Victoria & Albert Museum angeschaut und atemberaubende und zugleich berühmte Prachtexemplare entdeckt.

Unglaublich, wie viele unterschiedliche Schuhe es gibt und wie kunstvoll sie gefertigt werden. Dekorativ präsentiert erzählen die Schuhe ein Stück Zeitgeschichte. Nicht zu übersehen sind die Manolo Blaniks der ´Sex and the City` Ikone Carry Bradshaw oder die Christian Louboutin Schuhe mit der roten Sohle, die einen weltweiten Fashiontrend und Atemstillstand bei Frauen auslösten. Die pinkfarbenen hochhackigen spitzen Stiefel von Jimmy Chou hätten sicherlich auch Pretty Woman gefallen. Salvatore Ferragamo wusste schon 1938 was Frauen lieben, als er diese unwiderstehlichen Sandaletten mit Regenbogen-Plateau schuf.

Prada schmückt Golfschuhe mit Perlen und Nieten – Golfspielen ist eben manchmal ein elitärer Sport. Beim Anblick der geschnürten knallroten Fetisch-Schuhe und progressiven Punk-Stiefel verschlägt es uns den Atem. Alexander McQueen lässt es krachen mit einer Kreation, die komplett mit Kristallen besetzt ist. Bei den geometrischen Designobjekten der Architektin Zaha Hadid ist beim Laufen akrobatisches Geschick gefragt.

Einen Schuhtick hatten bereits die Menschen in der Barockzeit. Der pracht- und prunkvolle Zeitgeist dieser Epoche brachte kunstvolle Skulpturen hervor: Schnabelschuhe mit Brokatstickerei und Juwelenbesatz, pompöse Pompadour-Modelle oder reich verzierte Sultan-Schuhe. Cinderella, die Traumfigur aller kleinen Mädchen, steht für die Geschichte der Ballettschuhe, die es bereits um 1800 gab und heute noch von allen Frauen geliebt werden. Von den legendären roten Schuhen erzählte bereits Hans Christian Andersen in seinen Märchen. Winnetous Mokassins waren schon immer weich und geschmeidig. Ach. Und selbst die alten Griechen trugen Plateausohlen und sogar im türkischen Hamam waren sie erlaubt.

Die 200 Schuh-Kunstwerke der Schuhausstellung „shoes pleasure & pain“ im Victor & Albert Museum sind alle sehenswert. Eine Schnappatmung bekamen wir am Schluss beim Anblick der prall gefüllten Schuhschränke internationaler Schuhsammler. Hätten sie es gewusst? Die größte private Kollektion zählt 1000 Paar Schuhe. Wow. Dagegen sieht unser Schuhschrank bescheiden aus.

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